Gefangen
Der Käfig in meinem Inneren ist eisern und fest. Die Gitter sind aus festem Stahl und lassen sich nicht einmal ein Stückchen verbiegen. Das Schloss, welches meine Tür verschlossen hält, ist so stabil wie sonst nichts. Es ist dunkel, zu dunkel. Sehen kann ich nichts, nur spüren. Ich spüre die Kälte, die Angst und die Nässe, die mit jedem Moment der vergeht, intensiver wird, bis die Zeit gekommen ist, in der ich in mir selbst zerfalle. Ich würde lieber sehen als spüren, um dem endlosen Gefühl des Unterlegenseins ein Ende zu setzen. So sehr ich schreie und an den Gittern meines Käfigs rüttle, es hört mich niemand, es kommt niemand. Es ist beinahe so, als würde nur ich selber mich verstehen. Er hält mich gefangen, lässt mich nicht raus, werde ich es jemals schaffen zu entkommen? Was bleibt mir anderes, als es zu versuchen oder hier von Einsamkeit umgeben zu verrotten? Die Zeit ist reif, ich bin bereit. Mein Hochmut steigt über meine Scheu hinaus und ich werde alles tun, um zu fliehen. Auch wenn ich nicht weiß, was dort draußen auf mich wartet. Der Käfig jedoch lässt sich nun mit Leichtigkeit öffnen. Ein kleiner Stoß reicht, um die einst eiserne und schwere Tür zu öffnen.