Der Käfigwächter


Ich sitze im Käfig mit dem Blick auf den Sand. Manchmal, wenn ein Windchen weht, weht der Vorhang von dem Käfig auf und ich seh‘ das Meer. Der Käfig ist offen und manchmal, wenn ich den Mut aufbringe, geh‘ ich auf die äußerste Klappe des Käfigs. Der andere hingegen traut sich nicht einmal in die Nähe der Stäbe. Aus unersichtlichen Gründen hat der Käfig Hände und Beine. In seiner rechten Hand hält einen Stock und manchmal, wenn er merkt, dass ich zu nah am Käfigrand bin stampft er mit den Stock auf den Boden. Am Anfang hatten wir noch den Blick auf das Meer, doch eines Tages, als wir beide rausfliegen wollten, schlug er mit dem Stock kräftig gegen den Käfig und drehte sich um, seit dem können wir nicht mehr aufs Meer schauen. Damit hat er unsere einzige Hoffnung zur Freiheit geraubt.